Der Buchfink war der Star

7. Oktober 2018

Am diesjährigen Beobachtungs- und Infostand am internationalen Zugvogeltag (EuroBirdwatch) war in Schwarzhäusern der Buchfink die am häufigsten beobachtete Vogelart. Die drei Natur- und Vogelschutzvereine Aarwangen, Langenthal und Rütschelen/Bleienbach/Lotzwil  inforierten beim Naturschutzgebiet "alte Kiesgrube"gegen 60 Besucherinnen und Besucher über den faszinierenden Vogelzug. Ornithologisch versierte Personen bestimmten und zählten wiederum während sieben Stunden die vorbeiziehenden Vögel. Gesamthaft konnten 262 Gefiederte von 30 verschiedenen Arten beobachtet werden. Die häufigste Vogelart war mit 60 gesichteten Individuen der Buchfink, gefolgt vom Star (50) und dem Kormoran (39).
Insgesamt zählten am Wochenende regionale SVS/BirdLife Schweiz-Sektionen an 58 Standorten 145´652 Vögel.

 

Rechen im Steilhang

20. September 2018

Die vom Vogelschutz Aarwangen mit Heckensträuchern und Kleinstrukturen aufgewertete Böschung an der Schützenstrasse in Bannwil, wurde am vergangenen Samstag während einem mehrstündigen Einsatz mit dem Balkenmäher von einem Mitglied an ausgewählten Stellen gemäht. Am heutigen Donnerstag entfernten neun Personen mit Rechen und Gabel das Mähgut. Ziel der Aktion ist eine Förderung der blühenden Krautpflanzen und das Verhindern der Verbuschung und «Verfilzung». Für die Zukunft wird ein regelmässiges Mähregime angestrebt. Jedoch werden dabei immer grössere Altgrasbestände stehen gelassen. Diese dienen Kleintieren als Unterschlupf und sind auch wichtiger Überwinterungsort für verschiedenste Insekten und deren Eier, Raupen oder Puppen. Im laufenden Jahr konnten an diesem ökologisch wertvollen Ort diverse Schmetterlingsarten wie der seltene Schachbrettfalter festgestellt werden.

 

Ferienpass: Pflanzensamen suchen Neuland

7. August 2018

«Wie reisen Pflanzensamen?» war das Leitthema des diesjährigen Ferienpass-Angebots des Vogelschutzes Aarwangen. Anhand vieler Beispiele erfuhren die teilnehmenden Kinder vieles über die Verbreitungsmechanismen der Pflanzen. Je nach Pflanzenart gelangen die Samen auf unterschiedliche weise zu einem neuen Ort, an dem mit Glück eine junge Pflanze wachsen kann. So können Pflanzensamen beispielsweise fliegen, rollen oder schwimmen - und werden sogar von Tieren transportiert. Auf dem Bild haben sich Odermennig-Samen im Fell des Dachses verhakt. Die Kinder konnten am Ende des Anlasses eine junge Kartäuser-Nelke mit nach Hause nehmen. Im kommenden Jahr wird sich in den Gärten der Teilnehmenden zeigen, auf welchen Verbreitungsmechanismus diese heimische Blütenpflanze setzt.

 

Morgenexkursion ins Fanel / La Sauge

10. Juni 2018


Bild: Jürg Stauffer

Es dämmert. Feine Bodennebel schweben über dem Seeland. Am östlichen Horizont leuchtet die Sichel des abnehmenden Mondes. Von Vogelgesang umgeben starten die beiden Gruppen in den stimmungsvollen und vielversprechenden Morgen. Noch vor Sonnenaufgang schwamm der Biber von seiner Burg weg, um ans andere Ufer zu gelangen. Im Dornengebüsch am Kanal gab kurz die Dorngrasmücke ein Ständchen und von weitem machten die Kormorane auf ihre Brutkolonie aufmerksam. Eindrücklich ist der Kormoranbaum mit seinen 60 Nestern. Beim Kirschbaum am Waldrand sorgte ein Baummarder für freudiges Staunen. Nebst vielen häufigen Arten waren auch Pirol, Kuckuck und vor allem die Nachtigall zu hören. Teich- und Drosselrohrsänger waren fleissig am Singen. Beim Turm flogen um 20 Flussseeschwalben hin und her, begleitet von einer Trauerseeschwalbe. Leider sind die Brutplätze nicht besetzt. Fliegende Kolbenenten glänzten silbrig im Sonnenschein und junge Bartmeisen turnten im Schilf. Eine Zwergdommel suchte Deckung. Eisvogelfreunde konnten heute nach Herzenslust den farbenprächtigen Vogel an seinem Brutplatz im Zentrum beobachten.

Insgesamt konnten 54 Vogelarten registriert werden.

 

Mögen Sie Steine?

27. April 2018

Verzichten Sie in Ihrem Garten trotzdem auf die leblosen Wüsten aus Steinschotter. Dass solche Flächen unterhaltsarm sind entpuppt sich mittelfristig als ein Märchen und die Hitzeentwicklung im Sommer ist beinahe unerträglich. Entscheiden Sie sich für eine Bauweise aus Wandkies und beleben Sie die Fläche mit bunt blühenden heimischen Pflanzen. Rosmarin-Weidenröschen, Königskerze, Natternkopf und viele weitere auf solch trockenwarme Standorte spezialisierte Pflanzen stehen für Ihr Projekt zur Auswahl. Helfen Sie mit, unsere Wohnquartiere bunt und lebendig zu gestalten. Wir zählen auf Sie!
Wie prächtig es auf einer Wandkiesfläche blühen kann, sehen Sie speziell im Mai und Juni auf dem Höchbachweiher-Gelände (Bild oben) in der Eymatte in Aarwangen.

 

Ornithologischer Dorfspaziergang in Bannwil

4. April 2018


Bild: Lotti Schwendener

Der heutige Tag begann vielversprechend mit Sonne und frühlingshafter Wärme. Leider konnte sich die angenehme Temperatur nicht halten. Regen setzte ein. Obwohl unser Rundgang ohne Regen blieb, beeinflusste die Abkühlung die Aktivität der Vögel und die Lichtverhältnisse liessen zu wünschen übrig. So waren beim Bauernhof noch keine Rauchschwalben anzutreffen. Aber immerhin grüsste uns der Hausrotschwanz von verschiedenen Hausdächern herab. Im Garten eines Starenfreundes laden farbenfrohe Nistkästen die Singvögel zum Brüten ein. Auf einem Baum sitzt ein Rotmilan - oder ist es doch eher der Schwarzmilan? Später segelte unverkennbar an anderer Stelle ein Rotmilan durch die Luft. Aus der Ferne war ab und zu ein Amselgesang zu hören und sicht- und hörbar auf einem alten Apfelbaum gab die Blaumeise ein Stelldichein. Kunstvoll überdachte Elsternnester sind uns einige aufgefallen. Vom Kirchhügel aus entdeckten wir einen hohen Baum mit 18 Elstern drauf. Demnach bilden auch Elstern Schlafgemeinschaften!

Peter Andres, Mitglied der Umweltkommission Bannwil, setzte sich dafür ein, dass aus einem Rasenstück im Friedhof eine Blumenwiese werden darf. Die Insekten und Kirchen-Fledermäuse danken es ihm. Ebenfalls auf sein Erfolgskonto geht eine Sichtschutzhecke mit einheimischen Heckensträuchern.

Angelangt in der Wärme, haben wir die von Peter vorbereitete Aufgabe gelöst. Es waren auf Fotos 16 Vögel an seinem Futterbrett zu bestimmen.

 

Aktuell an der Neophytenfront

April 2018

Bild: Werner Stirnimann

Mitglieder des Vogelschutzes Aarwangen jäten im und ausserhalb des Vereinsgebietes seit über 10 Jahren in ehrenamtlicher Arbeit invasive Neophyten. Der Verein unterstützt auch deshalb die breit abgestützte Fachtagung invasive Neophyten "nördliche Napfausläufer" vom 25. April 2018 finanziell. Um die 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich angemeldet. Zur Diskussion steht an der Tagung auch eine rund 400 km2 grosse "neophytenarme Zone" in den nördlichen Napfausläufern und die Koordination der Bekämpfung des Einjährigen Berufkrauts.

Das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus) breitet sich in der Region erst seit wenigen Jahren sehr stark aus. Diese Pflanzen verdrängen trotz dem eher zierlichen Wuchs einheimische Pflanzen und verunreinigen Weiden und Wiesen. Das Berufkraut ist für Nutztiere nicht giftig, wird jedoch nicht gefressen und findet so auf der Weide beste Bedingungen für die weitere Ausbreitung. Auch entlang von Waldwegen und - häufig unerkannt - in Gärten ist das Einjährige Berufkraut anzutreffen. Nur durch gemeinsames Handeln kann eine weitere Verbreitung verhindert werden. Das Berufkraut muss mitsamt den Wurzeln ausgehackt werden. Da die Samen welkender Kräuter eine Notreifung machen, niemals gejätete blühende Berufkräuter offen liegen lassen oder transportieren und immer über den Kehricht entsorgen.

 

Standaktion am Langenthaler Wochenmarkt

31. März 2018


Bild: Adrian Gaberell

Die drei Oberaargauer-Sektionen des Berner Vogelschutzes machten an einem Informations- und Verkaufsstand auf die Anliegen der Natur aufmerksam. Es ergaben sich einige anregende Gespräche. Die Besucher liessen sich informieren, erzählten von ihren Erfahrungen, kauften Birnel und Nistkästen. Auch die "Holz-Kisten für fast alle Sinne" fanden Anklang. Mit Hören, Sehen und Tasten konnte man die Welt des Kleibers entdecken. Manch einer benutzte auch das aufliegende Gerät mit der informativen Vogel-App.

 

Es spriesst im Knödel

20. Februar 2018

Ist der Winter warm und den Vögeln die Meisenknödel nicht genehm, keimen die ersten Samen bereits im Knödel. Grundsätzlich keimen am Boden rund um Futterhäuschen und –knödel im Frühling oft etliche Samen aus den Futtermischungen. Aus den zarten Keimlingen können auch weniger tolle Überraschungen wie beispielsweise der invasive Neophyt Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia) heranwachsen. Zu der freudigen ornithologischen Beobachtung im Winter gehört also eine botanische Nachkontrolle im Frühling.

 

Sonne pur für das Rosmarin-Weidenröschen

29. Januar 2018

Das seltene Rosmarin-Weidenröschen gedeiht in warmen Lagen auf Kiesbänken entlang von Gewässern - und in Kiesgruben. So auch in der Kiesgrube Risi der Gemeinde Aarwangen. Das diesjährige Auslichten der Baum- und Strauchbestände auf der gegen Süden ausgerichteten Grubenböschung wurde deshalb auch auf diese Pflanzenart ausgerichtet. Unter der Leitung der Stiftung Landschaft und Kies, und mithilfe eines Mitgliedes des Vogelschutzes Aarwangen, wurden durch das Ausholzen gezielt Kiesflächen offen gehalten. Für Zauneidechsen, Wildbienen, Glögglifrosch und Co. wurden weitere Flächen und Geländeabbrüche vom Bewuchs befreit und ins rechte Licht gerückt. Als Mitglied der Stiftung Landschaft und Kies fördert die Gemeinde Aarwangen in der Kiesgrube Risi gezielt seltene heimische Tier und Pflanzen.

 

Achtung, fertig, los! Mit vereinten Kräften durch das 2018

Januar 2018

Auch in diesem Vereinsjahr arbeitet der Vogelschutz Aarwangen mit themenverwandten Vereinen aus der Region zusammen. Für einen Standauftritt am Langenthaler Wochenmarkt, zwei Exkursionen sowie den Info- und Beobachtungsstand am internationalen Zugvogeltag spannt der Verein mit den Sektionen aus Langenthal und Rütschelen/Bleienbach/Lotzwil zusammen. Ausserdem steht im Frühjahr der gemeinsame Kurs „Einführung in die heimische Vogelwelt“ auf dem Programm der Volkshochschule Oberaargau. Der traditionelle Film- oder Bilderabend im November wird jeweils zusammen mit Bioterra Oberaargau organisiert. Um ein breites Publikum ansprechen zu können, ist gerade auch in der wichtigen Öffentlichkeitsarbeit ein gemeinsamer Auftritt sinnvoll. In der Region gibt es in Sachen Umwelt und Natur mehr als genug zu tun. Trotz der sehr aktiven Mitgliederschar, sind für die zahlreichen Anlässe nicht immer genügend freiwillige Helferinnen und Helfer ausfindig zu machen. Besuchen auch Sie im 2018 einen informativen naturkundlichen Anlass, oder steigen Sie sogar mit uns in die Gummistiefel und helfen aktiv die natürliche Vielfalt in der Region zu fördern.

Das Jahresprogramm 2018 des Vogelschutzes Aarwangen erhält zurzeit den Feinschliff und wird auf die Hauptversammlung hin veröffentlicht.

 

 

 

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