Einsatzplanung für den Weihnachtsbaum

21. Dezember 2016

Noch warten die Tannenbäume auf ihren grossen Auftritt. Doch einmal da, sind die Weihnachtstage auch bereits wieder vorüber. Was dann mit dem Baum? Elegant und richtig ist sicher die sofortige Entsorgung mit der Grünabfuhr. Man kann dem Tannenbaum jedoch auch noch einen zweiten Einsatz bescheren. Draussen auf dem Balkon oder im Garten befestigt, bleiben die Nadelbäume meist noch mehrere Wochen lang grün und dienen den Vögeln als temporäre Sitzgelegenheit und in Not als Versteck. Auch suchen die Vögel den Baum nach Nahrung (Insekten) ab. Wer die Vögel füttern möchte, kann den Baum mit wenigen Meisenknödel "schmücken". Die Vogelfütterung ist erst bei einer geschlossenen Schneedecke und Frost angebracht und sinnvoll. So oder so wird auf dem ausgedienten Weihnachtsbaum bald emsiges Treiben zu beobachten sein. Tipp: Die Stewi-Hülse im Garten eignet sich hervorragend als Tannenbaum-Ständer. Besinnliche Festtage!

 

Was fliegt denn da? EuroBirdwatch in Schwarzhäusern

2. Oktober 2016


Bild: Ruth Gygax

Die drei Natur- und Vogelschutzvereine Aarwangen, Langenthal und Rütschelen/Bleienbach/Lotzwil machen jeweils gemeinsam mit einem Beobachtungs- und Infostand am EuroBirdwatch mit. Am diesjährigen Anlass liessen sich gegen 50 Besucherinnen und Besucher vom Vogelzug faszinieren. Gesamthaft konnten 526 Vögel beobachtet werden. Die häufigste Vogelart war mit 270 gesichteten Individuen der Buchfink, gefolgt von der Lachmöwe (50) und dem Grünfink (45). Am Tag der offenen Gruben (siehe Bericht unten) zog ein Fischadler über Aarwangen hinweg. Ein solcher oder anderer "seltener Gast" liess sich an diesem Sonntag jedoch leider nicht blicken. 

 

Vogelschutz Aarwangen bi de Lüt

3. & 10. September 2016

Am Samstag, 3. September 2016, waren im Kanton Bern diverse Kiesgruben und Steinbrüche für die Öffentlichkeit zugänglich. An diesem "Tag der offenen Gruben" begrüsste in Aarwangen auch das Kieswerk Risi interessierte Besucherinnen und Besucher. Der Vogelschutz Aarwangen thematisierte die in der Grube lebenden Amphibien und Reptilien wie auch die invasiven Neophyten (gebietsfremde Problempflanzen). Auf dem Gelände konnten während des Anlasses Gelbbauchunken, Kreuzkröten, Gras- und Wasserfrösche beobachtet werden. Ein täuschend echt aussehendes Ringelnatter-Modell begeisterte insbesondere die jungen Besucher. Viele Interessierte staunten über die beachtliche Anzahl an verschiedenen tierischen Bewohnern in der Kiesgrube Risi. Kiesgruben und Steinbrüche sind wertvolle Ersatzlebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Durch die Korrektion unserer Gewässer ging der ursprüngliche und sehr dynamische Lebensraum dieser Lebewesen weitestgehend verloren. Die Stiftung Landschaft und Kies fördert zusammen mit den jeweiligen Betreibern die Natur in den Gruben des Kantons Bern aktiv.

Der Verein war auch am diesjährigen Begegnungstag des Alterswohnheims Riedli vom Samstag, 10. September 2016, in Aarwangen dabei. Zu bestaunen gab es eine vielfältige Vogelnester-Sammlung und das grosse "Ferienpass-Vogelnest". Duzende einheimische Wildstauden konnten in diesem Jahr verschenkt werden. Die Pflanzen wurden von Vereinsmitgliedern vorkultiviert und erblühen künftig in verschiedenen Privatgärten der nahen Region. Auch wurde wieder das beliebte, aus "Hochstämmer-Birnen" hergestellte, Birnel verkauft. Auf diesen Hochstammbäumen finden diverse Vögel Nahrung (z.B. Insekten) und allenfalls sogar eine Nistmöglichkeit. Dank dieser Standaktion konnten etliche Leute über die Nestbaukunst der Vögel staunen, werden wieder einige Gärten bunter und lebendiger und der Birnel-Konsum versüsst mit dem Erhalt der Birnbäume hoffentlich auch manches Vogelleben.

Der Vogelschutz Aarwangen wird auch zukünftig vor Ort sein.

 

Ferienpass-Kinder in der Welt der Vogelnester

11. August 2016

Eine aufgeweckte Kinderschar besuchte an diesem Nachmittag den Ferienpass-Kurs des Vogelschutzes Aarwangen. Die Vielfalt an Formen, Grössen und Beschaffenheiten der Vogelnester ist riesig. Dies wird bereits klar, wenn einige der möglichen „Baustile“ (z.B. Kugelnest, Lehmnest, Nestmulde, Plattformnest, genähte Nester und schwimmende Nester) verglichen werden. Anhand der Vogelnest-Sammlung lernten die Kinder einige Nester und ihre Erbauer kennen. Die Kohlmeise etwa, baut ihr Nest aus Moos und Haaren in einer Baumhöhle oder auch in einem entsprechenden Nistkasten. Der Distelfink baut sein kleines Nest jedoch in einer Astgabel in einem Baum. Es besteht aus feinen Stängeln, Halmen, Wurzeln, Moos sowie anderen Pflanzenfasern und ist innen gut ausgepolstert. Das „Untersuchen“ mehrerer alter Amselnester brachten die verwendete Baumaterialen zum Vorschein. Kleine Äste, Wurzeln, Blätter, Pflanzenfasern, Moos, Erde und auch Plastikstücke konnten aussortiert werden. Nach dem Zvieri zeigten die Kinder ihr Können beim Bau eines grossen Nests. Innerhalb einer Stunde entstand aus Zweigen und Gräsern ein eindrückliches "Vogelnest".

Dieses grosse Nest ist am Samstag, 10. September 2016, am Riedli-Basar des Alterswohnheims in Aarwangen ausgestellt. Dazu präsentiert der Vogelschutz Aarwangen die grosse Vogelnester-Sammlung.

 

Gartenrotschwanz gesucht - leider nicht gefunden

2. Juli 2016


Bild: Peter Andres

Trotz Aufwertungsmassnahmen im Smaragd-Gebiet Oberaargau, hat sich der prächtige Singvogel als Brutvogel noch nicht wieder eingestellt. Seit den Sechzigerjahren hat er besonders in den Niederungen viel Lebensraum verloren.  Der Langstreckenzieher verbringt die Hälfte des Jahres in Nachbarschaft exotischer Vogelarten in der Sahelzone. Auch in Afrika hat sich der Lebensraum zu Ungunsten unseres Brutvogels verändert.

In halboffener, extensiv bewirtschafteter Landschaft ist der Gartenrotschwanz zuhause. In lichten Laub- und Nadelwäldern, in Parkanlagen, Friedhöfen, Obstgärten, reich strukturierten Gärten und Rebbergen findet er geeignete Brutnischen. Eine lückige Bodenvegetation erleichtert ihm dort die Nahrungssuche am Boden. Der Gartenrotschwanz ist ein vielseitiger Insektenfresser.

Weil aber im intensiv bewirtschafteten Oberaargau viele dieser Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind, wurden im Rahmen des Smaragdprojektes Oberaargau Aufwertungen vorgenommen. Der Gartenrotschwanz wird im Smaragd-Gebiet durch das Anbringen von Nistkästen in Hochstammobstgärten und durch die Schaffung von extensiven, lückigen Wiesen und weiteren Strukturelementen gefördert. Zwischen 2009 und 2014 wurden von insgesamt 32 Landwirten deren 42 Massnahmen umgesetzt.

Mitglieder des Vogelschutzvereins Aarwangen beteiligten sich diesen Frühling in den Gemeinden Wynau, Roggwil, Aarwangen, Melchnau, Thunstetten, Heimenhausen und Bützberg an der Erfolgskontrolle. Leider konnte dabei nirgends ein Gartenrotschwanz beobachtet werden.

 

Vögel im Horst und Flügelginster in der Grube

5. Juni 2016

Wissenswertes war in diesem Jahr auf der öffentlichen Exkursion in der Gemeinde Schwarzhäusern zu erfahren. Die beiden versierten Exkursionsleiter führten abwechslungsreich durch die Welt der Vögel und der heimischen Pflanzen. Wie farbenfroh und wertvoll eine Blumenwiese ist, erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kurz vor dem Elektrizitätswerk Wynau. Nur der Flussuferläufer am gegenüberliegenden Ufer der Aare vermochte von den botanischen Ausführungen abzulenken. Wenige Gehminuten später, rückte ein Horst mit jungen Rotmilanen in den Fokus der Feldstecher. Wiederum blumiges stach beim Blick in das Naturschutzgebiet „alte Kiesgrube Schwarzhäusern“ ins Auge. Die vor Jahren durch Aussaat angesiedelten Flügelginster waren in voller Blüte. Die Bienen summten zu Vielen über dem gelben Blütenteppich. Die vielfältige Wildhecke auf den letzten Exkursionsmetern machte bereits ohne ergänzende Worte Werbung in eigener Sache: einheimische Gehölze erfüllen alle Ansprüche an eine „Gartenpflanze“. Duftende Blüten, prächtige Beeren, grosse Formenvielfalt und Nahrung für unsere Tierwelt!
Beim Vogelschutz-Pavillon genossen die Naturinteressierten im Anschluss eine chüschtige Bündner Gerstensuppe.

Die Artenliste der Vögel:
Schwarzmilan, Amsel, Mönchsgrasmücke, Graureiher, Ringeltaube, Kohlmeise, Stockente, Haubentaucher, Pirol, Mittelmeermöve, Bachstelze, Mäusebussard, Mauersegler, Flussuferläufer, Blässhuhn, Tafelente, Blaumeise, Buchfink, Rabenkrähe, Zaunkönig, Goldammer, Eichelhäher, Singdrossel, Rotmilan, Rauchschwalbe, Buntspecht, Sommergoldhähnchen, Zilpzalp, Kolkrabe, Grünfink und Haussperling.

 

Jagdglück im Garten I

13. Mai 2016

Gemächlich zu und her geht es auf der Nahrungssuche der Larven des grossen Glühwürmchens. Ihre Beutetiere, die Schnecken, können wortwörtlich im Schneckentempo verfolgt werden. Die Beute wird mit mehreren Giftbissen überwältigt und häufig in einem Tagen vollständig aufgefressen. Die ausgewachsenen Glühwürmchen nehmen keine Nahrung mehr zu sich. Das grosse Glühwürmchen kommt an Waldrändern, in Gebüschen, feuchten Wiesen, Weinbergen, Gärten, Parks, auf Ruderalflächen und auf trockenen, mageren Wiesen vor. Glühwürmchen sind Indikatoren intakter Landschaften. Sie scheinen auf ziemlich alle wesentlichen Faktoren anfällig zu sein, welche die natürliche Vielfalt der Landschaft bedrohen: Bodenverdichtung, Strukturverlust, Düngereintrag, Pestizide, Lichtverschmutzung, etc.

 

Jagdglück im Garten II

13. Mai 2016

Rasant zu und her geht es bei der Jagd der Sperber. Die Nahrung dieser tagaktiven Einzelgänger besteht vorwiegend aus kleinen Singvögeln, die in einem stark beschleunigten Flug wendig verfolgt und überrascht werden. Überrascht wurde in diesem Fall am Morgen des 10. Mai ein Sperling in einem Hausgarten. Der abgebildete Sperber „pflückte“ sich sein Opfer von einem Obstbaum. Die Beute wird mit den Fängen von unter her gepackt und dabei mit den scharfen Krallen erdolcht. Im nahe gelegenen Nadelgehölz sitzend, begann er sogleich mit dem Verzehr seiner Beute. Spannende und auch dramatische Szenen können im eigenen vielfältigen Garten beobachtet werden. Ein Blick aus dem Fenster und naturnahes Gärtnern lohnen sich jederzeit.

 

Frühjahrsputz im Regenschutz

16. April 2016

Weit im Voraus geplante Arbeitseinsätze können naturgemäss auch ins Wasser fallen. So auch der zweite diesjährige Pflegeeinsatz auf dem Höchbachweiher-Gelände in Aarwangen. Einige besonders wetterfeste Naturförderer liessen sich jedoch nicht davon abhalten, die anstehenden Arbeiten auch bei Regen anzupacken. Dank dem Grossaufmarsch an Helfern am ersten (trockenen) Einsatztag Anfang April 2016, konnten die dringlichen Frühjahrs-Arbeiten abgeschlossen werden. Das nun frisch gepflegte Naturschutzgebiet wird in den Monaten Mai und Juni mit den unzähligen blühenden Stauden zur Hochform auflaufen. Ein Besuch lohnt sich in dieser Zeit sicher besonders.

  

Trübes Wetter, bunter Specht

14. Februar 2016


Bild: Adrian Gaberell

Heute floss nicht nur viel Wasser die Aare runter, sondern auch viel Wasser über Schirme und Regenjacken. Nichts desto trotz fanden sich über ein Dutzend Personen zu dieser gemeinsamen Exkursion der Vogelschutz-Vereine Aarwangen, Langenthal und Bleienbach ein. Unter besonderer Beobachtung stand die Vogelwelt auf und um die Aare-Insel „Vogelraupfi“. Auch der Vogel des Jahres 2016, der Buntspecht, liess sich blicken und brachte mit seinem roten Fleck am Hinterkopf etwas Farbe ins Fernglas.

Diese Arten konnten zwischen den Regentropfen ausgemacht werden:
1 Graugans, 1 Graureiher, 1 Eisvogel, 1 Buntspecht, 1 Sumpfmeise, 1 Kleiber, 2 Höckerschwäne, 4 Schwanzmeisen, 9 Kormorane sowie mehrere Krickenten, Stockenten, Tafelenten, Reiherenten, Gänsesäger, Haubentaucher und Blässhühner.

 

Ab in den Wald

6. Februar 2016

Wie gewohnt, war auch die diesjährige Hauptversammlung sehr gut besucht und kurzweilig. Dass das vergangene Vereinsjahr wiederum äusserst abwechslungsreich war, strich der Präsident in seinem Jahresbericht nochmals hervor. Grosse Freude bereitete auch 2015 ein junger Herr (Bild) mit seinem unermüdlichen Einsatz zu Gunsten der Natur und des Vereins. Als Dankeschön schenkte ihm der Verein ein Bestimmungsbuch für seine Streifzüge durch den Wald.

Im Anschluss an die traktandierten Themen mit der Vorschau auf das Vereinsjahr 2016, liessen Bilder von Arbeitseinsätzen auf dem Enggist nochmals in der Vergangenheit schwelgen. Mit Speis, Trank und Gesprächen liessen die Anwesenden nach der HV den Abend ausklingen.

 

Regenpause

10. Januar 2016

Für die aktuelle Jahreszeit fallen die Niederschläge in gar flüssiger Form. Schnee wäre Anfang Januar wohl treffender. Insbesondere die Pflanzen sind jedoch dankbar für den Regen. Die Durststrecke im vergangenen Jahr war lang.

Die warmen Temperaturen und die Niederschläge lassen die Pflanzen regelrecht aus dem Boden schiessen. Sowohl Gehölze als auch Stauden blühen und zarte Keimlinge spriessen als sei bereits Frühling. Auch die Tiere sind aktiv. Die Singvögel konzertieren und vermeintliche Zugvögel fliegen durch unsere Landschaft. Die Nacktschnecken fühlen sich ebenfalls sichtlich wohl und schleichen um die Wette.

Es ist einiges los draussen. Wem das Wetter für einen ausgedehnten Spaziergang zu nass ist, wage sich doch in einer Regenpause wenigstens auf einen Rundgang durch den Garten.

Falls es in diesen Tagen im Garten nicht spriesst, blüht, huscht, schleicht und flattert, könnten Sie dem durch das Ändern der Gartenpraxis eventuell Abhilfe schaffen. Gestalten Sie den Garten abwechslungs- sowie strukturreich und gärtnern Sie naturnah. So kann auch Ihr Garten aufleben.

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