Holzfäller mit Biss lichtet Schlosshecke aus

12. Dezember 2015


Foto: Adrian Gaberell

Am letzten Einsatz im alten Jahr, kamen ein paar einsatzfreudige Vogelschützer für die Heckenpflege nochmals zusammen. Das Wetter spielte auch mit, schien doch die Sonne bereits am Morgen! Die erste Erkenntnis vor Ort war, dass der Biber keine Hemmungen hat, was das Fällen von Gehölzen angeht. Er hat wirklich für Licht in der Hecke gesorgt. Leider fallen die Gehölze immer wieder auf den Weidezaun. Deshalb mussten wir einige Stämme zersägen und in der Hecke zu Haufen aufschichten. Beim Arbeiten in der Hecke war Vorsicht geboten, da die vom Biber gegrabenen Höhlen auch beim blossen Betreten einstürzen können.

Wie bei diesem Arbeitseinsatz üblich, haben wir auch in diesem Jahr die Brombeerpflanzen ausgegraben. Diese würden sonst in der stark ausgelichteten Hecke rasch Überhand nehmen.

 

Winterexkursion mit Gegenwind

29. November 2015

Wind und Regen peitschen an diesem Tag von Westen her beim Kraftwerk Bannwil über die gestaute Aare. Mit „eingezogenem Kopf“ und in Gespräche vertieft, gehen acht wetterfeste Vogelfreunde langsam flussaufwärts Richtung Stad-Önz.

Dabei stellen wir fest, dass am Ufer wieder etliche Gehölze gefällt wurden. Dass wieder Licht auf den Boden falle sei nur gut, meint ein Teilnehmer. Doch es würden die Asthaufen fehlen, welche den Vögeln Deckung und Schutz bieten und wasserseitig auch den schmalen Schilfgürtel schützen könnten.

Bald stellen wir eine kleine Ansammlung von Stockenten fest. Bei genauerem Hinschauen sind auch Schnatterenten dabei. Nahe der Vogelraupfi tauchen einige Reiher- und Tafelenten auf und ein Zwergtaucher lässt sich jeweils kurz blicken. Auch einige Blässrallen suchen ihr Futter. Geruhsam hingegen nehmen es Haubentaucher und Mittelmeermöwe. Hell leuchten die Schwäne auf dem Wasser und der Silberreiher auf der Vogelraupfi-Insel. Etwa fünf Kormorane halten sich auf ihrem Ansitzbaum auf. Vier Graugänse grasen auf der Wiese neben dem Weg. Ein paar Wacholderdrosseln fliegen übers Wasser. Amsel, Rotkehlchen, Zaunkönig und Bergstelze machen ebenfalls auf sich aufmerksam.

Auf der Höhe der Vogelraupfi macht sich der grösste Teil der Exkursionsteilnehmer auf den Rückweg. Ein ganz wetterfester Vogelfreund machte via Berkenbrücke den ganzen Rundgang und konnte zusätzlich noch zwei Paar Gänsesäger, ein Teichhuhn sowie Sumpf- und Schwanzmeisen ausmachen.

 

Nistkastenbau

November & Dezember 2015

Auch in diesem Jahr müssen einige unserer rund 500 Nistkästen "altershalber" repariert oder ersetzt werden. Immer wieder müssen auch fehlende Kästen ersetzt werden. Der Vogelschutz Aarwangen ist in der glücklichen Lage, den Nistkastenbau im Vereins-Pavillon ausführen zu können. 

Nach den Vorbereitungsarbeiten (Hobeln und Sägen), kann das gemeinsame Werken beginnen. Der Einsatz am Mittwochnachmittag ist beliebt bei den Senioren und am Donnerstagabend sind auch Helfer der jüngeren Generation im Einsatz. Viele fleissige Hände schleifen, stanzen und bohren. Bei diesen Arbeiten geht es fast zu und her wie im Akkord. Gemächlicher geht es dann weiter beim Bauen und Anstreichen. Anschliessend folgt der Endspurt mit Ringschrauben eindrehen, Bügel befestigen sowie Streicher und Riegel montieren. Spätestens im Februar werden die Verantwortlichen der Reinigungsgruppe die reparierten 28 Kästen wieder an ihrem Platz im Wald aufhängen.

Im Moment sind wir am Bauen von Meisenkästen, welche für den Verkauf bestimmt sind. Diese sind in guter Qualität und bei Vogelfreunden auch beliebte Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke. 

Auch das Gesellige kommt beim Nistkastenbau nicht zu kurz. Nach jedem Einsatz sitzen wir noch gemütlich beisammen.

 

Nistkasten-Reinigung

Oktober 2015

Ab Oktober werden im Vereinsgebiet jeweils rund 500 Nistkasten gereinigt. Am 11. Oktober eröffneten 21 Personen, darunter viele Kinder, die Putz-Saison 2015. Die Reinigung aller Nistkästen nimmt 3 bis 4 Sonntag-Morgen in Anspruch. Nach dem praktischen Einsatz gibt es jeweils Speis und Trank im Vereins-Pavillon.

Die Nistkästen sind Ersatz für die im bewirtschafteten Wald oft fehlenden natürlichen Baumhöhlen. Die Höhlenbrüter Meisen, Kleiber und Trauerschnäpper nutzen die Nisthilfen am häufigsten. Aber auch Haus- und Feldspatz sowie Wespen und Hornissen richten darin ihre Kinderstube ein. Mit Glück gibt es während den Reinigungsarbeiten auch Begegnungen mit der Haselmaus. Diese benutzt den Kasten im Herbst als Schlafplatz. Bei Frost ziehen diese Bilche dann in frostfreie Logis (z.B. Hohlräume im Boden) um.

 

Mit Wildstauden am Riedli-Basar

12. September 2015

Auch am diesjährigen Riedli-Basar vom Alterswohnheim Aarwangen, war der Vogelschutz Aarwangen mit einem attraktiven Info- und Verkaufsstand präsent. Erfreulich viele interessierte Personen besuchten unseren Stand und kauften das wohlschmeckende Birnel oder eine Nisthilfe für Insekten oder Vögel. Beides eignet sich bestens als Geschenk, wie wir von zahlreichen Käuferinnen und Käufern erfahren durften. Besonderes Interesse weckten diverse Wildstauden im Topf, welche gratis abgegeben wurden. Ab dem kommenden Jahr werden in ein paar weiteren Gärten heimische Wildstauden blühen. Dies freut die Insenktenwelt ebenso wie den Natur- und Vogelschutzverein. 

 

Invasive Neophyten regulieren

Herbst 2015

Invasive Neophyten können gesundheitliche, ökonomische und ökologische Schäden verursachen.
Sommerflieder, Kirschlorbeer, Kanadische Goldrute, Japanischer Staudenknöterich und Drüsiges Springkraut (Bild) sind Beispiele solcher Problempflanzen. Auch bei uns breiten sich invasive Neophyten in der Landschaft stark aus. Der Vogelschutz Aarwangen bekämpft invasive Neophyten und setzt sich so aktiv für eine vielfältige Region mit einer artenreichen heimischen Pflanzenwelt ein. 

Entfernen Sie invasive Neophyten aus Ihrem Garten (Achtung: fachgerechte Entsorgung!) und verhindern Sie so eine Ausbreitung (z.B. durch Samen) dieser Pflanzen ausserhalb des Gartenzauns.
Am besten ersetzen Sie Neophyten durch heimische Pflanzen.

Informationen über invasive Neophyten finden Sie auf www.infoflora.ch > Listen und Infoblätter.

 

Rückblick März – Mai 2015: Gesellige Aktivitäten im Vereinsgebiet

22. August 2015


Foto: Peter Andres

Seit 2013 finden zwischen März und August am 1. Mittwoch-Abend im Monat Vereinsaktivitäten statt. Wir sind in speziellen Lebensräumen unterwegs, erweitern unser Wissen oder haben einfach Freude an dem was uns begegnet. Im Anschluss pflegen wir im Vereinshaus die Geselligkeit.

Wildbienen-Theorie im Pavillon
Im zeitigen Frühling, wenn die ersten Weidenkätzchen blühen, fliegen auch schon die ersten Wildbienen. Zeit also, sich über diese fleissigen Bestäuber Gedanken zu machen. Spätestens jetzt wissen wir, dass Pollenspezialisten es schwieriger haben als Pollengeneralisten. Es fehlen oft nicht nur die Pflanzen sondern auch die Brutplätze. Ohne Pollen keine Nachkommen! Einheimische Wildblumen, Wildstauden, Blumenwiesen, Ruderalpflanzen und Wildgehölze decken mit ihrem reichlichen Angebot an Nektar und Pollen vom frühen Frühjahr an bis in den Spätherbst hinein die Bedürfnisse der verschiedenen Wildbienen-Arten.
Literatur: Paul Westrich, „Wildbienen Die anderen Bienen“, Verlag Dr. Friedrich Pfeil.

Alte Kiesgrube Schwarzhäusern
Regen und Kälte machten uns an diesem April-Abend zu schaffen. Der Fitis glänzte leider mit Abwesenheit. Zilp Zalp, Goldammer und noch weitere Gefiederte trotzten jedoch dem unwirtlichen Wetter. Wir waren froh, uns nach dem Rundgang im Vereinshaus aufwärmen zu können.

Amphibien Flachtümpel Risi
Nach der langen und intensiven Regenzeit hatten wir an diesem Abend grosses Wetterglück. Die im letzten Jahr neu geschaffenen Tümpel sind ein Eldorado für Gelbbauchunke und Kreuzkröte. In den randvollen Tümpeln tummelten sich unzählige Kaulquappen. Im angrenzenden Dornengebüsch sang die Gartengrasmücke. Beim Forsthüttli oberhalb der Kiesgrube erwartete uns eine feine Stärkung. Die Singdrossel begleitete die gemütliche Runde mit ihrem unermüdlichen Gesang. Auf dem Heimweg erfreute uns bei den Flachtümpeln ein dreistimmiges Konzert der Amphibien. Tonangebend waren die Kreuzkröten, dann die Gelbbauchunken und noch einige Grünfrösche.

 

Rückblick Juni – August 2015: Gesellige Aktivitäten im Vereinsgebiet

22. August 2015


Foto: Peter Andres

Uferschwalben im Wolfgrubenacher
Im letzten Jahr war an diesem Standort die grösste Uferschwalbenkolonie im Kanton Bern mit über 270 Brutröhren. An diesem warmen Juni Sommerabend erlebten wir ein unvergleichliches Flugschauspiel. Zu Hauf flogen sie tschirrend die von der Abendsonne bestrahlte Brutwand an. Ein Feldhase hoppelte durchs Gelände und nicht weit entfernt hörten und sahen wir die Feldlerche am Himmel singen.

Waldreservat Wynau
Auf dem Spaziergang zum Wynauer Wald passierten wir zuerst die Schwarzspechthöhlen im Buechwald. In diesem Jahr fand keine Brut statt. Als zweites besuchten wir den Weiher und wanderten weiter durch den struktur-, tot- und altholzreichen Wald zur Wildsauhütte, wo wir bei einem kühlen Bier rasteten.

Hecken-Spaziergang in Aarwangen
Wiederum bei schönstem Wetter fachsimpelten wir entlang einer Wildhecke. Die blauen Früchte vom Schwarzdorn, die roten Beeren vom Gemeinen Schneeball und die roten Früchte von Sanddorn und Berberitze strahlten im Abendlicht. In der angrenzenden Blumenwiese sangen Heuschrecken um die Wette und die Spatzen gaben sich im Dickicht ein plauderndes Stelldichein.

 

Heimische Stauden und Sträucher gedeihen

07. August 2015

In der auf den 8. Biodiversitätstag Oberaargau hin naturnah umgestalteten Böschung bei der Schule Sonnhalde Nord in Aarwangen, gedeihen nun etliche einheimische Pflanzen. Von den am 3. Mai 2015 gepflanzten Sträuchern sind die meisten gut angewachsen. Die später angesäten Gräser und Stauden entwickeln sich ebenfalls gut. Insbesondere die Exemplare der Wiesensalbei sind bereits zu stattlichen Pflanzen herangewachsen. An den angepflanzten und bereits blühenden Stauden sind Schmetterlinge und Bienen am Nektar "tanken" und Pollen sammeln. Die Pflanzen werden in den kommenden Jahren mit der zu erwartenden Blütenpracht nicht nur die kleinen Insekten, sondern hoffentlich auch die grossen Besucher der Schulanlage erfreuen.

Siehe auch die Berichte vom 2. April und 3. Mai 2015.

 

Upcycling eines Reckstangenpfostens

12. Juni 2015

Bei der Grüngut-Sammelstelle in Aarwangen dienen zwei alte Reckstangenpfosten als stabile Pfosten des einen Tores. Diese Pfosten haben, noch aus der Zeit auf dem Sportplatz, diverse Löcher zur Montage der Reckstangen. Durch so ein Loch gelangte ein Blaumeisenpaar in das Innere und zog in den vergangenen Wochen erfolgreich seine Jungen auf. Das Rufen der Jungvögel machte auf diesen aussergewöhnlichen Nistplatz aufmerksam. Nun sind die Meisen ausgeflogen und es ist im Pfosten wieder Ruhe eingekehrt. Vielleicht besucht wieder einmal ein Vogelpaar diese exklusive Unterkunft?

 

8. Biodiversitätstag Oberaargau

3. Mai 2015

Ein vielfältiger und erlebnisreicher Anlass mit 35 beteiligten Organisationen ging an diesem Sonntag über die Bühne. Trotz starker Regenfälle waren hunderte Besucherinnen und Besucher auf dem Rundgang.

Die "chüschtige" Gerstensuppe des Vogelschutzes war als warme Verpflegung sehr gefragt. Der Infostand des Vereins wurde entsprechend dem Motto "giftfreier Garten" gestaltet. In einem solchen Garten können sich mit der entsprechenden Gestaltung und Pflege nämlich natürliche Helfer - so genannte Nützlinge - etablieren. Bei einem Blattlausbefall sind dann deren Fressfeinde wie Marienkäfer, Florfliege und Co. schnell zur Stelle und der Gifteinsatz erübrigt sich. Auch die Vögel sind vorzügliche Helfer im Garten. Während der Aufzucht der Jungen tragen die Eltern unzählige Insekten und Raupen ans Nest. Wie kunstvoll und weich gepolstert die Nester sein können, zeigte die vielfältige Nestersammlung. Auch im Boden arbeiten unzählige Tierchen für uns. Das Betrachten der winzigen Bodenlebewesen unter der Stereolupe war bei Gross und Klein sehr beliebt. Das grosse Nützlings-Memory war ein weiteres Highlight am Stand und wurde rege gespielt. Die vielen Gespräche über die Möglichkeiten zur Naturförderung im eigenen Garten und dem Natur- und Vogelschutz im allgemeinen liessen die Zeit in Windeseile verstreichen.

 

Wo es quakt und schleicht

18. April 2015

Einige Mitglieder arbeiteten an diesem Tag zugunsten der Natur an drei verschiedenen Orten. Als erstes wurden die am 28. März auf dem Höchbachweiher-Gelände begonnenen Pflegearbeiten beendet. Auf den Kiesflächen wurde altes Pflanzenmaterial entfernt und junge Bäume ausgegraben. Mit der Sense ging es dem Röhricht an den Kragen und mit Hilfe des Baggers fand das kleine Bächlein wieder in sein Bachbett zurück. Geschickte Hände schnitten die Kopfweiden und stachen in der angrenzenden Ökofläche tiefwurzelnde Blacken aus. Als wir unsere Arbeit an diesem Ort beendet hatten, bedankten die Frösche dies mit einem lauten Quakkonzert.

Im Anschluss befreiten wir in der Böschung in Bannwil die Heckensträucher vom einwachsenden Gras und markierten die kleinsten Sträucher mit einem Bambusstab. Diese Markierung wird die Mäharbeiten im Sommer erleichtern, da die Standorte der Sträucher nun besser sichtbar sein werden. Wir entdeckten auch zwei Blindschleichen, welche rasch unter dem nächsten Grasbüschel verschwanden.

Als Abschluss setzten wir unsere Kräfte bei der Rabatte beim Schulhaus Nord in Aarwangen ein. Diese Fläche wird auf den Biodiversitätstag Oberaargau hin naturnah umgestaltet. Die Schaufelplanie der Erde und das Verteilen von Sand auf der ganzen Fläche stand an diesem Nachmittag auf dem Programm. Der Sand wird noch in die Erde eingearbeitet. Auch an diesem Standort konnten wir uns an Blindschleichen erfreuen. Unzählige Wildbienen suchten zudem die Erde nach einer geeigneten Stelle zum Bau ihrer Brutröhre ab.

 

Kirschlorbeer weicht Wildpflanzen

2. April 2015

Am 3. Mai 2015 findet  der 8. Biodiversitätstag Oberaargau in Aarwangen statt. Dies wird zum Anlass genommen, auf dem Gelände der Schulanlage Sonnhalde Nord eine Böschung naturnah umzugestalten. Heimische Blumen und Gehölze werden die bisherige Bepflanzung mit exotischen Gehölzen ablösen. Da die Böschung von Betonmauern umgeben ist, sind die Aufwertungsarbeiten insbesondere auf die Förderung von Wildbienen und weiterer Insekten ausgerichtet. Die Arbeiten werden durch Mitarbeiter der Gemeinde Aarwangen und der Wild Gartenbau AG durchgeführt. Erste Maschinenarbeiten wurden bereits letzte Woche ausgeführt. Die Firma Wild stellte Bagger und Manpower gratis zur Verfügung und trägt damit massgeblich zur Realisierung dieser neuen „Wildbienenweide“ bei. Während dem Biodiversitätstag werden die neuen Sträucher gepflanzt. Ganz in der Nähe finden Sie beim Stand des Vogelschutzes Aarwangen zudem Tipps für einen lebendigen und giftfreien Garten.

Der Vogelschutz wird den Standort mit Wildbienen-Nisthilfen (Eichenstämme mit Bohrlöchern) ergänzen.

 

Der Vogelschutz bringt den Frühling ins „Riedli“

16. März 2015

Im Alterswohnheim „Riedli“ in Aarwangen durfte der Vogelschutz im Eingangsbereich die Themenecke gestalten und löst mit einer kleinen Vogelnester-Ausstellung und diversen Vogelpräparaten die Winterdekoration ab. Die Themenecke in der Nähe des Empfangs ist öffentlich zugänglich.

Nach fleissigem Vorbereiten und dem Aufbau der Dekoration während dreier Stunden, kann die Frühlingsecke nun in den kommenden Wochen besucht werden. Hoffentlich wird die präsentierte Vogelwelt den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Gästen Freude bereiten. Angeregt durch die kleine Ausstellung kann danach mit geschultem Auge auch die lebendige Tierwelt draussen vor dem „Riedli“ beobachtet werden. Auch bleibt zu hoffen, dass die hauseigenen Katzen drinnen wie draussen mit den Vögeln freundschaftlich umgehen.

 

Bäumiges Wissen im Spichigwald

28. Februar 2015

Kennen Sie die Bäume und Sträucher unserer Wälder? Auf dem Waldlehrpfad im Spichigwald in Aarwangen finden Sie auf kleinen Infotafeln wissenswertes über die Hauptdarsteller des Waldes. Start für den ganzjährig frei zugänglichen Rundgang ist zuoberst an der Sonnhaldenstrasse. Jeweils Ende Februar pflegt der Vogelschutz Aarwangen die Hecke entlang des Waldrandes und reinigt die zahlreichen Infotafeln. Zudem wurde der Waldlehrpfad 2014 durch die Burgergemeinde Aarwangen wo nötig erneuert.

Der Waldlehrpfad ist parat für Ihren Besuch.

 

Es werde Licht

26. Februar 2015

Seit vielen Jahren helfen Mitglieder des Vogelschutzes bei den Pflegemassnahmen zugunsten der heimischen Tier- und Pflanzenwelt in der Kiesgrube Risi der Gemeinde Aarwangen. Etwa jeden zweiten Winter werden in der gegen Süden ausgerichteten Böschung entlang der Transportpiste jeweils die Gehölzbestände ausgelichtet. Unter der Leitung der Stiftung Landschaft und Kies werden durch das Ausholzen gezielt Kiesflächen und Geländeabbrüche offen gehalten. Davon profitieren wärmeliebende Tierarten, welche in den aktiven Abbaustellen einen geeigneten Lebensraum finden. Durch den diesjährigen Eingriff sollen insbesondere die sehr seltenen Geburtshelferkröten innerhalb der Kiesgrube einen neuen geeigneten Landlebensraum finden. Diese Amphibien sind auf gut besonnte steinige Strukturen und Geländeabbrüche angewiesen. Die anfallenden Äste wurden in der Böschung zu Haufen aufgeschichtet und bieten wiederum Unterschlupf für Zauneidechsen und weitere Kleintiere.

 

Die Eiche darf liegen bleiben

10. Januar 2015

Der Sturmwind fällte im Herbst 2014 am Waldrand beim Schützenweg in Bannwil eine stattliche Eiche. Wie die Bruchstelle zeigt, war der Stamm, ausgehend von einem früheren Astabriss, bis in den Kern geschwächt. Die Eiche fiel in die ökologisch bewirtschaftete Böschung, wobei ein Grossteil der Äste zersplitterte. Wir vom Vogelschutz Aarwangen wandten uns mit der Idee, den Baum liegen zu lassen, an die Burgergemeinde Bannwil (Landbesitzerin) und an den Pächter. Unser Anliegen fand Gehör, und die Eiche darf an Ort und Stelle liegen bleiben. Die Äste wurden während des Arbeitseinsatzes in der Stammgabelung zu einem Haufen aufgeschichtet. So entstand wiederum Unterschlupf für Kleintiere, und die Fläche um den Baum kann ungehindert beweidet werden.

Der Vogelschutz Aarwangen konnte in den letzten zwei Jahren in den Böschungen am Schützenweg bereits mehrere ökologische Aufwertungen realisieren.

 

Mit Nichtstun Gutes tun

Januar 2015

Der Schnee bringt sie zum Vorschein. Die im Herbst aus Nachlässigkeit oder etwa sogar Faulheit stehen gelassenen Stauden. Die abgestorbenen Pflanzenstängel lugen nun gnadenlos aus der weissen Pracht hervor!

Aber dies sollte auch der eifrigsten Gärtnerin und dem perfektesten Gärtner keine schlaflosen Nächte bescheren. Ganz im Gegenteil: Betrachten Sie doch vielmehr beglückt diese kleinen Kunstwerke aus Schnee und Kraut, die viel spannender sind als eine gleichmässig weisse Schneedecke.

Diese natürlichen Kunstwerke sind nicht nur attraktiv, sondern auch sehr nützlich. So finden Kleinlebewesen über Winter in hohlen Pflanzenstängeln oder unter dem Laub Schutz vor Kälte und hungrigen Tieren. Staudensamen und Früchte an Kleingehölzen dienen insbesondere Vögeln als wertvolle Winternahrung. Weiches abgestorbenes Pflanzenmaterial wird zudem an Ort und Stelle von den Heerscharen an Bodenlebewesen abgebaut und die Nährstoffe wieder pflanzenverfügbar gemacht. Dadurch ist der Boden in der Staudenrabatte ohne Zutun des ambitionierten Gärtners wieder gedüngt und parat für die kommende Vegetationsperiode.

Es ist zum guten Glück also wirklich wahr, dass weniger manchmal mehr ist. Vielfältige Strukturen im Garten bringen Leben rund ums Haus!

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