Exkursion an den Klingnauer Stausee

Dezember 2012

Am Sonntag, 16. Dezember 2012, machten sich acht flugunfähige Zug- und Wandervögel trotz unsicherer Wettervorhersage auf nach Döttingen/ Klingnau im Aargau. Der 1935 erfolgte Einstau der Aare zerstörte im Gebiet des heutigen Stausees ein ehemals weitläufiges Auengebiet. Der Stausee ist jedoch heute ein Wasser- und Zugvogelreservat von internationaler Bedeutung mit einigen tausend gefiederten Wintergästen. Nach einem trockenen und teilweise sogar sonnigen ersten Teil bis zum Mittag (mit farbenfrohen Vögeln wo man hinschaute), kam kurz aber heftig Nebel und Regenwetter auf. Da waren dann alle Vögel mehr oder weniger grau… Kaum hatten wir uns an einem geschützten Horst niedergelassen und ein wärmendes Getränk bestellt, schien draussen auch schon wieder die Sonne. Während des Schlürfens konnten wir einen Blick in die angrenzende Reitsporthalle erhaschen. Bogenschiessen ab galoppierendem Pferd stand auf dem Programm - und wir waren uns einig: das könnten wir auch! Nach der wärmenden Pause machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Bahnhof. Dies natürlich nicht ohne die Vogelwelt aus den Augen und Ohren zu lassen. Sonst wären wir nicht auf unsere gesichteten 48 Vogelarten gekommen. Ab und zu schwirrten auch noch einige wenige unerkannt gebliebene Vögel um unsere Köpfe.

Die Artenliste:

Amsel, Bachstelze, Bekassine, Blässhuhn, Blaumeise, Brandente, Buchfink, Buntspecht, Eichelhäher, Eisvogel, Elster, Erlenzeisig, Feldsperling, Graugans, Graureiher, Grünfink, Haubentaucher, Haussperling, Höckerschwan, Kleiber, Kohlmeise, Kolbenente, Kormoran, Kornweihe, Krickente, Lachmöwe, Löffelente, Mäusebussard, Mittelmeermöwe, Nilgans, Pfeifente, Rabenkrähe, Reiherente, Rohrammer, Rotkehlchen, Rotmilan, Schnatterente, Seidenreiher, Silberreiher, Sperber, Spiessente, Stockente, Sumpfmeise, Tafelente, Teichhuhn, Wasserralle, Zaunkönig, Zwergtaucher.

 

Neue Wildhecke in Bannwil gepflanzt

November 2012

Die seit längerem ungenutzte Böschung der ehemaligen Kiesgrube am Schützenweg wurde mit einer über 100 Meter langen Wildhecke ergänzt und strukturiert. Der Vogelschutz Aarwangen unterstützte den neuen Pächter Samuel Rösch bei der Planung und Pflanzung der Hecke tatkräftig. Bei der Planung mussten auch Vorgaben der landwirtschaftlichen Ökoqualitätsverordnung miteinbezogen werden, soll die Hecke doch künftig diesen Kriterien entsprechen. Zudem soll die neue Hecke für die Tiere einen schützenden Korridor zwischen dem Wald und dem bestehenden Gehölz in der gegen Westen ausgerichteten Böschung bilden. Am 10. November 2012 lagen die Gehölze auf dem Traktoranhänger parat für die Pflanzaktion. Neben der Familie Rösch fanden sich 11 Personen vom Vogelschutz Aarwangen ein. Die 16 Gehölzarten wurden nach dem vorgängig bestimmten Pflanzplan in der Böschung ausgelegt. Um die Strukturvielfalt zu vergrössern, wurden in der Hecke Unterbrüche und Richtungsänderungen eingeplant. Mit Schaufel und Hacke konnten die Pflanzlöcher mit mehr oder weniger Mühe ausgehoben und die Strauchwurzeln darin eingebettet werden. Meter um Meter entstand so innerhalb von 3 Stunden aus 395 Sträuchern die neue, mehrreihige Hecke. Die Hecke wird zukünftig als sogenannte Niederhecke gepflegt. Dadurch entsteht ein dichtes Geflecht aus teilweise dornenbewehrten Ästen, welches den Bewohnern maximalen Schutz bietet. Umgeben wird die Hecke mit einem drei bis sechs Meter breiten Krautsaum. Dies ist ein wichtiger Faktor einer intakten Wildhecke. Hase, Igel, Hermelin, Haselmaus, Erdkröte, Grasfrosch, Blindschleiche, Reh und etliche Vogelarten werden in der Hecke Deckung und Nahrung finden.

 

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